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Donnerstag, 13. August

Der nächste Tag bescherte uns kein gutes Wanderwetter. Der Himmel hatte wirklich alle Schleusentore geöffnet und der Regen prasselte auf uns herab. Der Richtige Tag um unsere tollen Umhänge auszuprobieren. Wir kamen uns schon irgendwie komisch vor, aber sie schützen wirklich davor bis auf die Haut nass zu werden. Ich glaube kleine Kinder wären schreiend zu ihren Eltern geflüchtet wenn sie uns so gesehen hätten.

MV0071 MV0072                                 MV0077 Das, was eigentlich unser Pfad durch das Iss-Tal hätte sein sollen, mutierte zu einem schmalen aber dennoch reißenden Iss-Bach. Es gab aber keine andere Möglichkeit für unseren weiteren Weg und wir mussten breitbeinig rechts und links oberhalb des Wassers über dem Bach entlang tänzeln. Es war sicher ein Anblick zum brüllen wie wir da liefen mit unseren Umhängen und diesem merkwürdigen Gang, trotzdem lief uns das Wasser von oben in die Schuhe.

 

Im Gasthaus St.Magdalena machten wir dann eine längere Pause mit Tee und odentlich Rum darin und einer guten Suppe um uns aufzuwärmen.

Dort konnten wir auch unsere Jacken an einem elektrischen Heizkörper, der uns an den Tisch geschoben wurde, trocknen.

Wir zogen Schuhe und Strümpfe aus (zum Glück war sonst niemand in der Gaststube ;))) Die Socken waren zum Auswringen nass und wir wechselten sie, denn nichts ist schlimmer als nasse Socken, Blasen sind dir sicher.

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MV0082Aber nachmittags hörte der Regen auf und wir marschierten gut gelaunt und wieder trocken unserem ersten Pausentag entgegen und genossen einen herrlichen Blick ins Inntal, wo wir Hall (Nähe Innsbruck) bereits erahnen konnten.

 

In Hall lag die erste wunderschöne Woche hinter uns.

 

Vielleicht könnt ihr das nicht so nachvollziehen, schließlich hatten wir nicht nur Sonnenschein, aber das spielt wirklich überhaupt keine Rolle, das tut dem Erlebnis keinen Abbruch,

es ist einfach anders und schwer zu erklären.

Man muss es mögen und akzeptieren so wie es ist.

 

Es mutet total merkwürdig an, nach einer Woche im Berg, plötzlich wieder ein einer Stadt mit Autoverkehr und dem ganzen Dreck und Lärm zu sein, das ist wirklich gewöhnungsbedürftig, zumindest uns ging es so.

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Man kommt z.B. mit dem Verkehr gar nicht klar, das ist dann alles so schnell und vor allen Dingen so furchtbar laut.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Freitag, 14. August

Das Wetter war nur schlecht, aber wir mussten einige Dinge erledigen und da war das gar nicht soooo schlimm.

Es mussten einige Sachen gewaschen werden und Geld brauchten wir auch.

Außerdem hatte ich an meinem Rucksack eine Schraube verloren, die wir unbedingt finden mussten. Zum Glück gab es in einem Bergausstattungsgeschäft auch diverse Kleinteile und ich fand was ich brauchte.

 

Abends saßen wir noch gemütlich im Hotel mit Jutta und Michael zusammen (auch zwei Venedigwanderer, die wir zum ersten Mal im Karwendelhaus getroffen haben).

 

So ging der erste Pausentag zu Ende und wir hofften, dass uns der nächste Morgen besseres Wetter beschert.

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