05.09.

Um 6 Uhr der ängstliche Blick aus dem Fenster: Regen !!! Kalt !!! Wieder die Regenklamotten ganz oben platziert und etwas traurig zum Frühstück gegangen.
Und ? Ja, mit unserem ersten Schritt vor die Haustüre zum Fahrradschuppen hat der Regen  tatsächlich aufgehört, doch ehrlich
,
es war genau so.

Heute fahren wir ja nur bis Innsbruck und wollen dort den Zug zum Brenner nehmen, denn diese Steigung wollen und können wir uns nicht antun, das würden wir auch nicht schaffen. Wir möchten ja Spaß haben und uns nicht quälen, das können andere machen.  Wir kommen trocken nach Innsbruck zum Bahnhof und haben nach Überlegungen ein Ticket bis Sterzing gekauft, also auch das extrem steile Stück auf der Straße nach unten wollten wir noch umgehen. Es werden noch genug Möglichkeiten für rasante Abfahrten kommen.

Der Zug fährt nur bis zum Brenner, dort muss man dann in die ital. Bahn umsteigen, wofür man 5 Minuten Zeit hatte.
Hach was denkt ihr denn, das sollte ja eigentlich kein Problem sein, schließlich ist der Bahnhof nicht groß. ABER wir sind in Italien und hier läuft alles ein bisschen anders. Chaos an den Bahnsteigen, denn der Zug fuhr nicht an dem angezeigten Gleis ab. Einige Züge standen dort herum, so dass die Sicht nicht frei war und man es auch nicht so einfach ausmachen konnte, wo denn nun unser Zug abfährt. Also haben wir ihn natürlich verpasst.
Aber ist ja nicht schlimm, das Wetter ist gut und wir haben keinen Termin und der nächste geht in einer Stunde. Der Zug stand schon da und so haben wir genügend Zeit die Räder und unser Gepäck einzuladen. Es gibt keine Fahrradständer, die Räder müssen flach auf den Boden gelegt werden.
Im Abteil gab es einige Unruhen – zwei farbige Frauen und ein Mann ohne Geld und Tickets wollten nicht wieder aussteigen. Die herbeigerufene Polizei hat sich dann darum gekümmert.

In Innsbruck konnten wir nur das Personenticket bis Sterzing kaufen, für die Räder nur bis zum Brenner, so dass wir dieses beim Schaffner direkt im Zug lösen mussten. Wir mussten nur für ein Fahrrad bezahlen  - auch das ist Italien !

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In Sterzing angekommen fanden wir unseren beschriebenen Weg nicht, kamen aber trotzdem auf schönen Wegen wohlbehalten in Stilfs an – weiter wollten wir heute nicht fahren, war eher ein Pausentag.

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Quartier im Hotel Wieser – das Restaurant hat Ruhetag. Bei der Reservierung ein paar Stunden zuvor, wurde uns aber zugesichert, dass wir in einem anderen Haus etwas zu essen bekommen. Nachdem wir uns frisch gemacht hatten und sich der Hunger meldete marschierten wir zu diesem anderen Hotel. Niemand da – das Restaurant hat Ruhetag.

Wir sind herum gelaufen und haben jemand gesucht – auch auf Rufen erhielten wir keine Reaktion.

Zum Glück gab es einen kleinen Spar, den wir auf unserem Weg entdeckt hatten und wir schafften es noch vor Toresschluss dorthin zurück und deckten uns mit Wurst, Käse, Tomaten und Brot ein. Im Hotel ein schönes Bier dazu und wir waren zufrieden.

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Nun erfuhren wir, dass dort in diesem anderen Hotel um 18:30 für uns ein Essen reserviert gewesen war. Niemand hat uns gesagt, dass wir um eine bestimmte Zeit hätten dort sein sollen. Ein totales Missverständnis.

Aber davon profitierte dann ein sehr nettes junges kolumbianisches Pärchen, die wir bereits im Gasthof Badl kennen gelernt haben. Sie waren ebenfalls mit dem Rad auf dieser Strecke unterwegs und zufällig auch in diesem Hotel gelandet.

 

Draußen fegte ein sehr starker Wind mit sturmartigen Böen. Nicht überlegen ob das am nächsten Tag auch noch so ist, einfach erstmal ignorieren.

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