04.09.

Meinem Schatz ging es heute nicht so gut, offensichtlich irgendwelche Kreislaufprobleme. Wir überlegen: einen Tag hier bleiben oder den Versuch starten weiter zu fahren.
Gehen wir erstmal frühstücken. Nach dem Frühstück ging es schon besser und wir entschieden uns los zu fahren mit der Option eventuell umzukehren und das Zimmer wieder zu beziehen.
Wir radeln munter auf bestem Weg immer
direkt am Achensee entlang und das wieder bei wunderschönem Wetter.

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Die gesundheitliche Störung verschwindet immer mehr, so dass nun einer Weiterfahrt nichts mehr im Wege steht. Der Fitness zwar nicht mehr – aber heute ist der große Achensee-Lauf und hunderte Läufer kamen uns entgegen, so dass wir nicht mehr weiter radeln konnten. Nach einer halben Stunde schauen, schlängelten wir uns dann ganz am Rand vorsichtig gegen den Strom weiter und passierten auch bald die letzten Sportler und konnten unseren Weg fortsetzen. Weiter ging es über Wiesen und guten Wegen immer abwärts.

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Wir durchqueren das Örtchen Maurach und kommen nach Eben.

Hier kommt nun die steilste Strecke auf der ganzen Tour (zum Glück nach unten). Es sind etwa 300 Höhenmeter auf einem steilen, sehr schlechten, steinigen Forstweg in engen Kurven bis runter nach Jenbach am Inn zu bewältigen. Ich bin fast die gesamte Strecke gelaufen. Zum fotografieren hatte ich hier keinen Nerv.

Ab Jenbach wurden wir für die Anstrengung entschädigt, bis Hall ging es auf herrlichem Weg immer am Inn entlang.
In Schwaz wollten wir eine Kleinigkeit essen. Fehlanzeige – es ist doch Sonntag, da hat alles geschlossen. Na toll, nicht mal ein Café war zu finden. Schließlich entdeckten wir eine Tankstelle und kauften uns dort ein belegtes Brot und etwas zu trinken.

Hier muss ich unsere lieben Nachbarn, die Ösis mal kritisieren, auf der gesamten Strecke von Jenbach bis Hall gibt es nicht eine einzige Möglichkeit sich etwas zu trinken zu kaufen geschweige denn etwas zu essen und weit und breit auch keine Toilette.  Die müssen sich nicht wundern, wenn die Leute in die Büsche gehen! Also da könnten sie von uns etwas lernen, am Main gibt es extra für Radfahrer kleine Toilettenhäuschen.

In Hall haben wir direkt am Radweg im Gasthof Badl Quartier bezogen. Nach kleiner Erholung und Reinigung haben wir in der Altstadt in einem schönen Garten lecker gegessen.
Mit den ersten Regentropfen erreichten wir gerade wieder unser Hotel. Es fing ordentlich an zu regnen und es sollte auch die ganze Nacht so weiter gehen.

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