10.09.

Start wieder bei Kaiserwetter.

Heute steht uns ein „Straßentag“ bevor. Zum Glück sind wir schon früh unterwegs und die Straße am See entlang ist noch ruhig. Die anfangs noch recht leichten Steigungen lassen sich gut bewältigen. Direkt am Ende des Sees wird es aber anspruchsvoller und ein Stück bis hoch zum Sattel müssen wir dann doch wieder einmal schieben. Aber es war viel moderater als wir es befürchtet hatten. Munter geht es weiter, vorbei am Lago Morto und unter der Autobahn hindurch in Richtung Vittorio Veneto – überwiegend abwärts – aber eben nicht nur, schließlich sind wir noch im Alpenvorland (von Süden aus gesehen).

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In Vittorio ein Stopp für ein total leckeres Eis – das muss einfach sein, schließlich sind wir hier in dem Gebiet aus dem das beste Eis überhaupt kommt.

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Unser heutiges Ziel ist Susegana. Das Hotel liegt etwas abseits der beschriebenen Route, aber wir haben es gut gefunden. Laut unserem Buch ist es ein Haus der Kategorie II. Wir haben einfachste Zimmer erwartet. Das Haus selbst passte zu unseren Erwartungen. Dann kam der WOW-Effekt. Alles neu gemacht – schönes Zimmer, schönes Bad mit wirklich guter Dusche. Wir waren sehr zufrieden.

Leider konnten wir im Restaurant nichts zu essen bekommen, weil die Küche gerade renoviert wurde.

Jetzt begann eine Odyssee.

Nebenan gibt es eine Osteria, dort kann man was bekommen. Fehlanzeige – heute gibt es hier kein Essen. Auf dem Hinweg hatte ich im Vorbeifahren ein Ristorante gesehen; also machten wir uns auf den Weg zu diesem. Nun kam uns das plötzlich sehr weit vor (klar mit dem Rad ist es kürzer) und wir kehrten wieder um.

Im Hotel gab man uns noch den Tipp dass auf der Piazza auch ein Restaurant sei. Also machen wir uns auf diesen Weg. Je näher wir diesem Haus kamen, desto lauter wurde eine harte ungemütliche Musik und als wir dort ankamen war alles voller Motorräder und vielen jungen Menschen – die feierten dort eine Party. Also wieder nix.  Gegenüber sahen wir so etwas wie ein Café, nix wie hin. Wir hofften dort einen Toast oder ähnliches zu bekommen. Fehlanzeige: nur Süßigkeiten. Von der sehr netten Inhaberin bekamen wir den Tipp, dass auf der Hauptstraße ein Restaurant sei, gar nicht so weit. Es handelte sich um genau das was ich anfangs gesehen habe.

Also machten wir uns erneut in diese Richtung auf den Weg – wir hätten nur noch ein paar Meter weiter gehen müssen und hätten das Lokal entdeckt. Nun gut, wir haben es gefunden.
Es hat sich gelohnt. So ein leckeres Nudelgericht haben wir bisher auf der ganzen Tour nicht gegessen und das Hühnchen mit Rosmarin war auch auf keinen Fall zu verachten. So genussvoll haben wir den eigentlich anstrengenden Tag ausklingen lassen.

Heute hatten wir heftige Steigungen, Autostraße und Hitze, aber eine gute Unterkunft und gutes Essen, das war die Belohnung.

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